Pferd und Frau

Ich habe manches Weib geküßt

Vertonung eines Börries, Freiherrn von Münchhausen Gedichtes
 


Lied aus : Werkstatt

aus dem Gedichtband : Börries, Freiherr von Münchhausen - Die Balladen und ritterlichen Lieder, 1909 — Fünftes Tausend, Egon Fleischel & Co., Berlin


Worte : 1900
Börries, Freiherrn von Münchhausen (1874-1945) / © dessen Rechtsnachfolger
Weise :
29. September 2012 mayer / © Jürgen Sesselmann



We-CD-9 - 2012 : Werkstatt IX ( Titel 6 )

Pferd und Frau - Ich habe manches Weib geküßt in deutschem und in welschem Land


Pferd und Frau

Werkstatt IX

Die Hörprobe stammt von einer Studioaufnahme aus dem Jahr 2012. Sie ist der CD - Werkstatt IX entnommen.

 

Die Geschichte des Liedes

 


September 2012 - Zu diesem Text von Münchhausen ist mir eine Vertonung von Keh (Kurt Heerklotz) bekannt, die unser Singkreis letztes Jahr auch auf der CD "Abendschatten" präsentierte. Da diese Melodie mir persönlich aber garnicht ans Herz wachsen wollte, bereitete sie mir beim Singen doch keine Freude, entschloß ich mich deshalb diesen Text erneut zu vertonen. Eigentlich neige ich mehr dazu, zu bestehenden Liedern nicht noch eine weitere Fassung hinzuzufügen, doch wie bei einem Essen, daß einem nicht schmeckt, wechselt man ja auch den Koch. Zum Glück sind die Geschäcker in den Gruppen genauso vielfältig wie die Gruppen selbst, so wird erst die ferne Zukunft weisen, ob diese Entscheidung von mir, eine kluge gewesen war. So wie meine Lieder entstehen, treffe ich auch meine Entscheidungen, immer aus dem Bauch heraus.
Da mir Kehs Weise nicht mehr im Kopfe war, konnte ich getrost eine neue Vertonung wagen, ohne unbewußt bei dessen Melodie eine Anleihe zu nehmen, nach der Vollendung der Melodie überprüfte ich diese sicherheitshalber trotzdem.
Ich orientierte mich dieses Mal gezielt am gesanglichen Vermögen und Geschmack der Bockreiter, denn diese Melodie mußte mir auch beim Singen einer Oberstimme Freude bereiten. — Die dritte Strophe von Münchhausens Gedicht wollte inhaltlich so garnicht in den Ablauf passen, irgend etwas daran wirkte nicht nur auf mich störend, unserem Singkreis war dies bereits letztes Jahr selber aufgefallen. Meine Entscheidung diese zum aussschließlichen Kehrreim zu machen, erwies sich als ein kluger Schachzug, denn hierfür eignete sie sich ausgezeichnet. Ich mußte dementsprechend nur eine Melodie entwerfen, die das Wiederholen zu den vier Strophe auch gerechtfertigte. Nichts ist tödlicher für ein Lied, als ein langweiliger Kehrreim. Alles weitere verlief dann recht zügig und ich war mit dem Ergebnis recht zufrieden. Die Melodie erlaubt den Sängern mehrere Interpretationen, die kreative Gruppen nutzen sollten. Es ist aber kein schnelles Lied, im Gegenteil eher eines für den getragenen Vortrag, ein Lied für die ruhigeren Momente eines Abends.


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Jürgen Sesselmann (mayer)
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