Was nach Sünde riecht

. . . und den Spießbürger schreckt.

 
 
Frei wie der Wind
 
Fahrtenwind weht, Nordland erspäht,
uns die Sonne nicht untergeht.
Südland erreicht, kein Himmel gleicht
sich am fernen Weltenrand.
Wir sind, so wie wir sind,
frei wie der stete Wind.
Wer uns als Freund gewinnt,
zum Freigeist ist bestimmt.
 
Lieder, Gesang, Gitarrenklang
hallen, schallen so nächtelang.
Feuer loht auf, ein wilder Hauf'
reiht sich um die heiße Glut.
Wir sind, so wie wir sind,
frei wie der stete Wind.
Wer uns als Freund gewinnt,
zum Freigeist ist bestimmt.
 
 
mayer (Jürgen Sesselmann)
 


Der Beginn von " Frei wie der Wind " aus Sind, wie wir sind, 1. Mai 2018


—> das Jahr 2018


31. Dezember 2018


Zwei im Wintersturm, 1938

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Wieder neigt sich ein weiteres Jahr seinem unwiederbringlichen Ende entgegen. Auch in diesem glückten mir viele neue Lieder und Ähnliches wünsche ich mir auch für die kommende Zeit. Meine zwei jungen Hündinen Sue und Selma, der Schrecken der tierischen Unterwelt, warten immer noch enttäuscht auf den ersten Schnee und wühlen im Gehege Loch an Loch, doch die Mäuse zeigen schlauerweise nicht einmal ihre Nasenspitzen. Auch den Tieren ist es derzeit viel zu naß, selbst der Falke sitzt einsam auf einem Holzpfahl am Straßenrand. Die neblige Sicht stört sein Kreisen auf lebensnotwendige Beute und überläßt die Jagd notgedrungen den rasenden Autos. – Viele gute Ideen zu neuen Liedern harren in meiner Notizkiste auf ihre glückliche Umsetzung, doch auch diese brauchen dazu eine gute Stimmung und die rechte Zeit. Doch animiert mich dieses trübe Wetter kaum zu Neuem.
Für das kommende Jahr habe ich keine besonderen Wünsche, und lasse die Nornen wie eh und je ihren Schicksalsfaden spinnen. Mal sehen, mit was sie mich dann überraschen werden und harre auf das, was da wohl kommen mag. Denn die Zukunft ist genauso unklar und trübe wie dieser falsche Winter.

Durch das wüste Eiswindtreiben
unerschrocken treckt die Schar.
And're dann im Warmen bleiben,
doch wir zieh'n ins Neue Jahr.

Treiben dahin wie die Blätter im Wind,
fragen uns nie, warum wir denn so sind.

In diesem Sinne wünsche ich allen Weggefährten und Gleichgesinnten einen hoffnungsvollen ersten Schritt in ein weiteres Jahr.


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>>> Biographie : Wojciech Kossak


Hatschi-Tippel - Auch wenn Winterwinde pfeifen / WS 17



15. Dezember 2018


Episode vom Rückzug der Großen Armee, 1934

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Die letzten Monate meines Strebens galten einmal nicht neuen Liedern, sondern den Werken eines verstorbenen polnischen Malers. Die Gemälde von Wojciech Kossak (1856-1942) decken Themen ab, die Piotr Olech nur sehr selten behandelt hatte. Und ich benötige zur Illustration militärischer Liedthemen ebensolche Bildmotive. Und Kossaks Gesamtwerk behandelt ausschließlich alle Facetten der polnischen Reiterarmee und verwandte soldatische Themen. Auf seinen Bildern findet sich immer mindestens ein Pferd, auf seinen panoramischen Schlachtenbildern natürlich eine Vielzahl dieser Tiere. Als ehemaliger Angehöriger eines Ulanen-Regiments kannte er die besonderen Details eines Reiterdaseins genau. Viele seiner Bilder erzählen uns von einer vergangenen Zeit des Zusammenlebens mit Pferden, dem engste Kamerad eines Ulanen.

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>>> Biographie : Wojciech Kossak


Und donnern die Hufe - Verwegene Reiter stehen Spalier / CD 2



» Singen von mayer mit mayer «
im November 2018


Schloß Martinfeld

Von Freitagabend (Anreise und Beisammensein) den 23. November bis Sonntag den 25. November 2018 werde ich unter dem Motto » Singen von mayer mit mayer « auf Schloß Martinfeld einen kleinen Vortrag über meine alten und neuen Lieder und deren Geschichten abhalten. Geplant sind am Samtag 1 x vormittags und nachmittags je ein Block von etwa 3 Stunden und ebenso ein solcher am Sonntagvormittag abzuhalten. Ebenso werde ich für junge Liederschmiede mit Rat und Hilfestellung zur Verfügung stehen. Interessierte sind dazu auch von mir recht herzlich eingeladen. Tauchen wir gemeinsam ein in die Welt des Liederschöpfens und erfahren etwas um die wahren Begebenheiten ihres Enstehens. Einen bunten Strauß neuer Lieder werde ich dazu natürlich auch mitbringen.

Alle genauen Informationen zusammen mit der Einladung des Veranstalters können hier eingesehen werden. Wegen der notwendigen Anmeldung gibt es alles Wichtige als PDF auch zum Download.


—> Website : Schloß Martinfeld

—> E i n l a d u n g


Neuer Hafen,neues Glück - Findet sich im nächsten Hafen/WS20



14. Mai 2018


Zu zweit im Schneesturm, 1930

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

"... vor Kälte ist die Luft erstarrt, es kracht der Schnee von meinen Tritten, es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart; nur fort, nur immer fortgeschritten ..." Nicht immer kann man bei Vertonungen Rücksicht auf die gerade herrschende Jahreszeit nehmen. So wie bei diesem Liede geschehen, denn schon länger suchte ich zu diesen Worten von Nikolaus Lenau einen ihnen genehme Melodie. Ebenso wenig kann man die Kreativität so steuern, daß es einem auch zeitlich gerade paßt, denn ich wollte eigentlich kein neues Lied kreieren, sondern nur das letzte noch vertiefen. Im Gegensatz zum letzten Liede habe ich zu diesem die Melodie nur in Dur gehalten und im Takte einen 3/4 gewählt, da die Worte Lenaus einen ähnlichen Rhythmus vorgaben. So deplaziert dieses Winterlied auch jetzt zu sein scheint, der nächste Winter kommt bestimmt. "... Frost, friere mir in’s Herz hinein; tief in das heißbewegte, wilde! Daß einmal Ruh mag drinnen sein, wie hier im nächtlichen Gefilde ..."

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>>> Biographie : Wojciech Kossak


Winternacht - Vor Kälte ist die Luft erstarrt / WS 20



11. Mai 2018


Zurück zum See, 2013

(c) Pijotr Olech, Polen

"... o Wunder du, Mittsommernacht! Du preisest Gott nicht minder, als lauten Tages schwüle Pracht, nur leiser, duft'ger, linder ..." Recht lange hatte ich mir die Gedichte von Felix Dahn nicht mehr angeschaut, was ich nun nachgeholt hatte. Er gehört leider zu dem Kreis der Dichter des 19. Jahrhunderts, die sich nicht kurz fassen können. Die Vorlage zu diesem Lied bildete ein Gedicht von 14 Versen. Daß ich diese nicht alle verwenden konnte, versteht sich von selbst. Doch seine schöne Beschreibung eines beginnenden Morgen im Wald, gerade wenn das erste Licht über den Horizont schleicht, hatte mich aber so gefesselt, daß ich davon nicht mehr lassen konnte. Bei dieser Melodie ist eine flotte Interpretation besonders wichtig. Erst dann wirkt sie und kann ihre Stärken zeigen. "... in Lüften hoch der wilde Schwan zieht, sehnsuchtsingend, seine Bahn, und still durch Busch und Bäume geh'n ahnungsvolle Träume ..."

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Waldmorgen - Noch steht in Glanz der Morgenstern / WS 20



1. Mai 2018


Wanderer, 2013

(c) Pijotr Olech, Polen

"... Fahrtenwind weht, Nordland erspäht, uns die Sonne nicht untergeht. Südland erreicht, kein Himmel gleicht sich am fernen Weltenrand ..." Die ersten Fassung zu diesem bodenständigen Fahrtenlied entstand bereits im April 2013, doch kann mich die alte Melodie heute nicht mehr überzeugen. Also setzte ich mich erneut hin, um zu dem recht guten Liedtext eine bessere Weise zu schreiben. Für den Text wählte ich seinerzeit die vielen berauschenden Feste auf Burg Hohlenfels als Vorlage und Anregung aus. Man traf dort einen bestimmten Schlag von Menschen an – Gleichgesinnte, worauf sich der Refrain des Liedes bezieht. Ich kann nur hoffen, daß ich in ein paar Jahren mit dieser neuen Melodie ebenfalls noch zufrieden bin. Interessierte können sich die alte Melodie dennoch weiterhin unter der Chronologie des Liedes anhören. "... Wir sind, so wie wir sind, frei wie der stete Wind. Wer uns als Freund gewinnt, zum Freigeist ist bestimmt ..."

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Frei wie der Wind - Fahrtenwind weht, Nordland erspät / WS 20



30. April 2018


Spaziergang im Garten, 2009

(c) Piotr Olech, Polen

"... er gibt sie frei, die Bächlein alle, wie auch der Alte schilt, die der in seiner Eisesfalle, so streng gefangen hielt ..." Passend zu der gerade beginnenden Jahreszeit habe ich mir diesen Text eines Frühlingsgedichtes vorgenommen. Doch nicht immer gelingen mir neue Melodien so schnell, wie das in letzter Zeit doch oft geschehen war. Bei der Vertonung zu diesem Gedicht von Nikolaus Lenau tat ich mich diesmal doch recht schwer. Besonders dann, wenn alle guten Ergebnisse einem irgendwoher bekannt vorkommen, dann heißt es wieder zum Anfang zu gehen und einen anderen Weg zu suchen. Doch jetzt bin ich mit dieser Melodie zu den recht lustigen Versen Lenaus zufrieden. Für den klassischen Gruppengesang kann man diese Melodie auch deutlich getragener singen, doch für das Erlernen ist eine flotte Interpretation hilfreich, um einen guten ersten Eindruck vom gesamten Lied zu erhalten. "... er zieht das Herz an Liebesketten rasch über manche Kluft, und schleudert seine Singraketen, die Lerchen, in die Luft ..."

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Der Lenz - Da kommt der Lenz, der schöne Junge / WS 20



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Jürgen Sesselmann (mayer)
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