Was nach Sünde riecht

. . . und den Spießbürger schreckt.

 
 
Roter Wein im Becher
( Erweiterte Fassung - 5 Strophen )
 
3. Steine, Staub und Dornen,
den Daumen in der Luft.
‘s ist schwerlich Tippelei.
Wir müssen uns anspornen,
die Qual ist bald vorbei.
Radi, radi, radi ralala.
Radi, radi, radi ralala.
 
4. Stehen an den Straßen,
den Daumen in der Luft.
Vorbei die Wagen rasen,
ein Fluch: Du alter Schuft.
Radi, radi, radi ralala.
Radi, radi, radi ralala.
 
5. Treffen wir uns wieder,
der Zufall nennt den Ort.
So schallen uns’re Lieder
in weite Fernen fort.
Radi, radi, radi ralala.
Radi, radi, radi ralala.
 
 
mayer (Jürgen Sesselmann)
 


Das Ende von " Roter Wein im Becher (2019) " aus Tavernengesänge, 8. Juni 2019


—> das Jahr 2018


16. Juni 2019


Windmühle, 2007

(c) Pijotr Olech, Polen

"... nirgends ist es so gemütlich wie in der Bambus Bar zu Bremen. Alle Damen haben nackte Knie und ein zärtliches Benehmen ..." Dieses wundervolle Gedicht von Manfred Hausmann hatte ich bereits im Jahr 2010 vertont. Es entstand ein ausgezeichnetes Lied zum Feiern im passenden Tango-Rhythmus. Aber gerade dieser Rhythmus hält viele davon ab, das Lied häufiger zu singen. Dabei ist er so einfach, man kann auch, wenn man sich damit schwer tut, das Lied im einfachen 4/4 Takt singen. Zu diesem Lied bekam ich damals einen Instrumentalsatz von Günter Stich vom Orden der Landstreicher überreicht. Dieser Satz wurde für mich zur Anregung es ebenfalls einem mit einem Satz zu versuchen. Seitdem füge ich allen neuen Liedern einen Instrumentalsatz anbei. Neben der Bockreiter Gesangaufnahme füge ich ebenfalls besagten Satz zum Anhören an, denn er gefällt mir ausnehmend gut. "... mit den sanften Sachen fängt es an, weil man erst in Stimmung kommen muß. Eine scharfe Mischung folgt sodann und das große Feuerwerk zum Schluß ..."

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>>> Biographie : Piotr Olech


Bambus Bar - Zwischen Reykjavik und Afrika / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)

Bambus Bar - Zwischen Reykjavik und Afrika / Stichereien

Instrumentalsatz von Stich


15. Juni 2019


Die Veränderungen im Internet zwingen mich leider den liebgewonnen Flash-Player auf meiner Seite um eine aktuellere Wiedergabemöglichkeit der Lieder zu erweitern und später gar zu tauschen. Immer weniger Besucher der Liederseite können sich derzeit die vielen Hörproben noch anhören. Das ist natürlich nicht in meinem Sinne und ebenso nicht im Interesse der vielen Besuchenden. Deshalb beuge ich mich ohne jegliche Begeisterung den neuen Gegebenheiten. Die Esthetik bleibt dabei leider komplett auf der Strecke, denn in jedem Browser sieht dieser Player anders aus, mal recht ansprechend bis ausnehmend grauselig. Vielen Programierern fehlt anscheinend jedwedes Gespür für ein nur bißchen schlichte Schönheit.
Bitte habt aber sehr viel Geduld mit mir, denn es ist für mich eine sehr aufwendige und langwierige Aufgabe, die viele Monate meiner Zeit verschwenden wird.

Das Entstehen neuer Lieder darf aber auf keinem Fall darunter leiden. Deshalb handele ich immer unter der Devise: » Die Kunst ist das Herzstück all meinen Trachtens, die Technik aber stellt nur seine ungeliebte Krücke dar «.


Wanderburschen,Musikanten - Über alle Breit und Längen/WS 18

Werkstatt XVIII


10. Juni 2019


Eine weitere Strophe zu » Roter Wein im Becher «

Leben in der Provinz, 2018

(c) Piotr Olech, Polen

"... < 4. > Stehen an den Straßen, den Daumen in der Luft. Vorbei die Wagen rasen, ein Fluch: Du alter Schuft ..." Im Mai diesen Jahres hatte ich mich entschlossen, eine alte Strophe zu » Roter Wein im Becher « auch den Gruppen kenntlich zu machen. Das Besondere an ihr ist, neben dem Inhalt über das Trampen, daß sie bereits zu Beginn des Liedes entstanden war. Ich hatte diese Strophe ebenfalls vor 35 Jahren im Februar 1977 geschrieben, doch wurde sie damals nicht mit ins Bockreiter-Liederbuch übernommen. So ist sie bis heute auch in keinem anderen Liederbuch zu finden. Ich hatte die Verse nur noch in meinen Unterlagen archiviert. Da sie aber sehr gut zum bekannten Liedinhalt paßt, sollte sie jetzt nicht weiterhin in den Unterlagen versauern. Ich denke, daß sie den heutigen Gruppen gut gefallen könnte. Mal sehen, was die Sänger der Bünde von ihr halten. "... < 5. > Treffen wir uns wieder, der Zufall nennt den Ort. So schallen uns’re Lieder in weite Fernen fort ..."

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Roter Wein im Becher - Roter Wein im Becher (5 Strophen) /WS23

Werkstatt XXIII


31. Dezember 2018


Zwei im Wintersturm, 1938

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Wieder neigt sich ein weiteres Jahr seinem unwiederbringlichen Ende entgegen. Auch in diesem glückten mir viele neue Lieder und Ähnliches wünsche ich mir auch für die kommende Zeit. Meine zwei jungen Hündinen Sue und Selma, der Schrecken der tierischen Unterwelt, warten immer noch enttäuscht auf den ersten Schnee und wühlen im Gehege Loch an Loch, doch die Mäuse zeigen schlauerweise nicht einmal ihre Nasenspitzen. Auch den Tieren ist es derzeit viel zu naß, selbst der Falke sitzt einsam auf einem Holzpfahl am Straßenrand. Die neblige Sicht stört sein Kreisen auf lebensnotwendige Beute und überläßt die Jagd notgedrungen den rasenden Autos. – Viele gute Ideen zu neuen Liedern harren in meiner Notizkiste auf ihre glückliche Umsetzung, doch auch diese brauchen dazu eine gute Stimmung und die rechte Zeit. Doch animiert mich dieses trübe Wetter kaum zu Neuem.
Für das kommende Jahr habe ich keine besonderen Wünsche, und lasse die Nornen wie eh und je ihren Schicksalsfaden spinnen. Mal sehen, mit was sie mich dann überraschen werden und harre auf das, was da wohl kommen mag. Denn die Zukunft ist genauso unklar und trübe wie dieser falsche Winter.

Durch das wüste Eiswindtreiben
unerschrocken treckt die Schar.
And're dann im Warmen bleiben,
doch wir zieh'n ins Neue Jahr.

Treiben dahin wie die Blätter im Wind,
fragen uns nie, warum wir denn so sind.

In diesem Sinne wünsche ich allen Weggefährten und Gleichgesinnten einen hoffnungsvollen ersten Schritt in ein weiteres Jahr.


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>>> Biographie : Wojciech Kossak


Hatschi-Tippel - Auch wenn Winterwinde pfeifen / WS 17

Werkstatt XVII


15. Dezember 2018


Episode vom Rückzug der Großen Armee, 1934

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Die letzten Monate meines Strebens galten einmal nicht neuen Liedern, sondern den Werken eines verstorbenen polnischen Malers. Die Gemälde von Wojciech Kossak (1856-1942) decken Themen ab, die Piotr Olech nur sehr selten behandelt hatte. Und ich benötige zur Illustration militärischer Liedthemen ebensolche Bildmotive. Und Kossaks Gesamtwerk behandelt ausschließlich alle Facetten der polnischen Reiterarmee und verwandte soldatische Themen. Auf seinen Bildern findet sich immer mindestens ein Pferd, auf seinen panoramischen Schlachtenbildern natürlich eine Vielzahl dieser Tiere. Als ehemaliger Angehöriger eines Ulanen-Regiments kannte er die besonderen Details eines Reiterdaseins genau. Viele seiner Bilder erzählen uns von einer vergangenen Zeit des Zusammenlebens mit Pferden, dem engste Kamerad eines Ulanen.

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>>> Biographie : Wojciech Kossak


Und donnern die Hufe - Verwegene Reiter stehen Spalier / CD 2

Bockreiter CD 2 - Tavernenlieder (2002)


» Singen von mayer mit mayer «
im November 2018


Schloß Martinfeld

Von Freitagabend (Anreise und Beisammensein) den 23. November bis Sonntag den 25. November 2018 werde ich unter dem Motto » Singen von mayer mit mayer « auf Schloß Martinfeld einen kleinen Vortrag über meine alten und neuen Lieder und deren Geschichten abhalten. Geplant sind am Samtag 1 x vormittags und nachmittags je ein Block von etwa 3 Stunden und ebenso ein solcher am Sonntagvormittag abzuhalten. Ebenso werde ich für junge Liederschmiede mit Rat und Hilfestellung zur Verfügung stehen. Interessierte sind dazu auch von mir recht herzlich eingeladen. Tauchen wir gemeinsam ein in die Welt des Liederschöpfens und erfahren etwas um die wahren Begebenheiten ihres Enstehens. Einen bunten Strauß neuer Lieder werde ich dazu natürlich auch mitbringen.

Alle genauen Informationen zusammen mit der Einladung des Veranstalters können hier eingesehen werden. Wegen der notwendigen Anmeldung gibt es alles Wichtige als PDF auch zum Download.


—> Website : Schloß Martinfeld

—> E i n l a d u n g


Neuer Hafen,neues Glück - Findet sich im nächsten Hafen/WS20

Werkstatt XX


14. Mai 2018


Zu zweit im Schneesturm, 1930

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

"... vor Kälte ist die Luft erstarrt, es kracht der Schnee von meinen Tritten, es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart; nur fort, nur immer fortgeschritten ..." Nicht immer kann man bei Vertonungen Rücksicht auf die gerade herrschende Jahreszeit nehmen. So wie bei diesem Liede geschehen, denn schon länger suchte ich zu diesen Worten von Nikolaus Lenau einen ihnen genehme Melodie. Ebenso wenig kann man die Kreativität so steuern, daß es einem auch zeitlich gerade paßt, denn ich wollte eigentlich kein neues Lied kreieren, sondern nur das letzte noch vertiefen. Im Gegensatz zum letzten Liede habe ich zu diesem die Melodie nur in Dur gehalten und im Takte einen 3/4 gewählt, da die Worte Lenaus einen ähnlichen Rhythmus vorgaben. So deplaziert dieses Winterlied auch jetzt zu sein scheint, der nächste Winter kommt bestimmt. "... Frost, friere mir in’s Herz hinein; tief in das heißbewegte, wilde! Daß einmal Ruh mag drinnen sein, wie hier im nächtlichen Gefilde ..."

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>>> Biographie : Wojciech Kossak


Winternacht - Vor Kälte ist die Luft erstarrt / WS 23

Instrumentalsatz


11. Mai 2018


Zurück zum See, 2013

(c) Pijotr Olech, Polen

"... o Wunder du, Mittsommernacht! Du preisest Gott nicht minder, als lauten Tages schwüle Pracht, nur leiser, duft'ger, linder ..." Recht lange hatte ich mir die Gedichte von Felix Dahn nicht mehr angeschaut, was ich nun nachgeholt hatte. Er gehört leider zu dem Kreis der Dichter des 19. Jahrhunderts, die sich nicht kurz fassen können. Die Vorlage zu diesem Lied bildete ein Gedicht von 14 Versen. Daß ich diese nicht alle verwenden konnte, versteht sich von selbst. Doch seine schöne Beschreibung eines beginnenden Morgen im Wald, gerade wenn das erste Licht über den Horizont schleicht, hatte mich aber so gefesselt, daß ich davon nicht mehr lassen konnte. Bei dieser Melodie ist eine flotte Interpretation besonders wichtig. Erst dann wirkt sie und kann ihre Stärken zeigen. "... in Lüften hoch der wilde Schwan zieht, sehnsuchtsingend, seine Bahn, und still durch Busch und Bäume geh'n ahnungsvolle Träume ..."

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>>> Biographie : Piotr Olech


Waldmorgen - Noch steht in Glanz der Morgenstern / WS 20

Werkstatt XX


—> das Jahr 2018

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Jürgen Sesselmann (mayer)
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