Hatschi-Tippel

Auch wenn Winterwinde pfeifen durch die Heide schneidend kalt

von mayer ( Jürgen Sesselmann )
 


Lied aus :
Werkstatt


Worte : 19. Dezember 2016
mayer / © Jürgen Sesselmann

Weise :
20. Dezember 2016 mayer / © Jürgen Sesselmann



We-CD-17 - 2016 : Werkstatt XVII ( Titel 13 )

Hatschi-Tippel — Auch wenn Winterwinde pfeifen durch die Heide schneidend kalt


Hatschi-Tippel

Werkstatt XVII

Die Hörprobe stammt von einer Studioaufnahme aus dem Jahr 2016. Sie ist der CD - Werkstatt XVII entnommen.

 

Die Geschichte des Liedes

 


Mitte Dwezember 2016 - Ich hatte während dem Schreiben an einem neuen Liedtext, die Idee alles von einen bestimmten Hatschi-Tippel handeln zu lassen, der vom 27. Dezember 1979 bis 1. Janurar 1980 stattfand. Es war ein ganz besonders beeindruckender Hatschi-Tippel gewesen. Wir zogen durch das norddeutsches Heideland, während um uns das Land ringsum in Schnee und Kälte erstarrt da lag. Das normale Leben war vollständig zum Erliegen gekommen, Fahrzeuge waren nur sehr wenige zu sehen. – Es war erst mein zweiter Tippel, den ich als Nerother mit lief, doch war dieser ein Besonderer. Während das normale Leben dort durch den extremen Winter zum erliegen gekommen war, zogen wir durch tiefen Schnee gegen eisigen Wind auf leeren Straßen, die vom Eise glänzten, dahin. Temperaturen um -20 Grad Celsius waren des Tags die Regel und der Wind drückte diese um etliches weiter hinab. Wer nicht acht gab, holte sich leicht punktuelle Erfrierungen. Schneeballschlachten waren damals aus besagtem Grunde untersagt, denn die Pimpfe unterschätzten diese Kälte und den schneidenden Wind gewaltig. Selten habe ich später solche Temeparturen mit meinen Schlittenhunden erlebt, und gar mit so einen so harten Wind niemals mehr. Es müssen zeitweise Temperaturen unter -30 Celsius gewesen sein, denn sonst erhält man nicht so leicht Erfrierungen.
Ich hatte über diesen Tippel 1980 bereits das Lied » Auf der glänzenden Straße « geschrieben. Damals hielt ich es für besser, den Inhalt sehr allgemein zu halten, damit es zu unterschiedlichen Anlässen und Jahreszeiten gesungen werden kann. Doch nun kam es mir besonders auf die Beschreibung dieses bestimmten Wintermarsches an.
Der Text floß recht zügig aus der Feder, doch bei der Melodie hatte ich einige Schwierigkeiten. So hörte ich mir meine alten Werkstattaufnahmen von 1977 an, die ich damals gesungen und bis heute noch verwendet hatte. Leider paßte keine zum Silbenmaß meines jetzigen Textes. Aber als wäre dadurch ein Knoten geplatzt, gelang mir dann auf Anhieb eine Melodie, die sich auch stark im alten Stil jener Tage meiner frühen Lieder bewegte. Für den Refrain wandte ich etwas vollständig Neues an, es war nur ein kurzes Musikthema, das ich nur duch den Wechsel der Tonarten variierte. Und es klang ungewohnt, aber unglaublich gut.
Das Lied war in E-Dur gehalten und der Refrain zum Kontrast in e-Moll, der auch mit e-Moll endete. Dieser recht kurze zweizeilige Refrain, der nicht wiederholt wird, hatte etwas Besonderes an sich. Dieses Einmalige wollte ich nicht durch eine Wiederholung schwächen.


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