Gedichte
von Joseph Victor von Scheffel
Wanderlied
Wohlauf, die Luft geht frisch und rein,
wer lange sitzt, muß rosten;
den allersonnigsten Sonnnenschein
läßt uns der Himmel kosten.
Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid
der fahrenden Scholaren,
ich will zu guter Sommerzeit
ins Land der Franken fahren!
wer lange sitzt, muß rosten;
den allersonnigsten Sonnnenschein
läßt uns der Himmel kosten.
Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid
der fahrenden Scholaren,
ich will zu guter Sommerzeit
ins Land der Franken fahren!
Der Wald steht grün, die Jagd geht gut,
schwer ist das Korn geraten!
Sie können auf des Maines Flut
die Schiffe kaum verladen.
Bald hebt sich auch das Herbsten an,
die Kelter harrt des Weines;
der Winzer Schutzherr Kilian
beschert uns etwas Feines.
schwer ist das Korn geraten!
Sie können auf des Maines Flut
die Schiffe kaum verladen.
Bald hebt sich auch das Herbsten an,
die Kelter harrt des Weines;
der Winzer Schutzherr Kilian
beschert uns etwas Feines.
Joseph Victor von Scheffel
Beginn des Gedichtes : " Wanderlied" aus: Gaudeamus!, um 1915 - 1. Auflage, Philipp Reclam Verlag jun., Dresden
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(c) Joseph Victor von Scheffel Aus Heimat und Fremde - Lieder und Gedichte 1892, Verlag von Adolf Bonz & Comp., Stuttgart |
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1868 - Gaudeamus! - Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, Stuttgart |
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1889 - Gedichte aus dem Nachlaß - Verlag von Adolf Bonz & Comp., Stuttgart |
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1892 - Aus Heimat und Fremde - Verlag von Adolf Bonz & Comp., Stuttgart |
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um 1915 - Gaudeamus! - Philipp Reclam Verlag jun., Leipzig |
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